Samstag, 30. Januar 2010

Neues Semester - neues Glück

Das neue Semester hat begonnen und vieles ist beim Alten geblieben, jedoch gibt es auch einige Neurungen. Ich bin weiterhin im Deutsch Department für das tägliche Tutoring zuständig, unterrichte für je eine Woche im Monat alle 5 Undergrad Kurse und kümmere mich um organisatorische Dinge wie die Movie Nights und Materialbereitstellung. Neu in diesem Semester ist die Einführung unseres 'Kaffeeklatsch'. In regelmäßigen Abständen können die Studis Freitag Nachmittag von 16-18 Uhr in unseren neu renovierten Konferenzraum kommen und mit uns bei Kaffee und Kuchen informell Deutsch reden. An einigen Freitagen wird der Kaffeeklatsch auch in die Stadt verlagert, wie z.B. in die Neue Galerie, ins Poe Cottage oder ins edle Café Sabarsky. Ich bin mir noch nicht so sicher, ob die Studenten nach einer anstrengenden Woche und kurz vorm Partywochenende noch Lust haben, sich mit Deutsch zu beschäftigen, aber wir werden sehen. Die Idee finde ich auf jeden Fall gut.
Kurstechnisch hat sich natürlich in diesem Semester auch etwas verändert. Ich belege einen Kurs "Caribbean Cultures and People" an der Fordham University und den anderen Kurs "Teaching in Urban Areas" an der Columbia University. Bereits als ich in der letzten Woche das erste Mal die heiligen Hallen der Ivy League School betrat, fühlte ich mich wie im Himmel. Ich wurde begrüßt von einem Streichquartett, dass anscheinend immer Mittwochs dort sitzt um den Leuten etwas Abwechslung vom anstrengenden Studentendasein bereitet. Das Gebäude in dem ich meinem Kurs habe - im Teachers College - ist alt und gemütlich. Überall befinden sich Sitzecken und es gibt einige kleine Cafés wo die Studenten - selbstverständlich mit ihren Apple Computern - sitzen, lernen, reden etc. Die Leute in meinem Kurs sind alle sehr nett, viele von ihnen sind bereits full-time Lehrer und haben interessante Storys aus den New Yorker Schulen zu berichten.
In der letzten Woche war ich auch mit Emily, Rebecca und 2 anderen Freunden beim Shakespeare Stück 'As you like it' in Brooklyn. Brooklyn - der Name ist Programm. Natürlich fand das ganze in einem runtergekommenen, aber auf cool gemachten Theater statt, in dem ein Besucher stylischer war als der andere. Die Inszenierung war aber richtig schön. Normalerweise bin ich ja nicht so der Shakespeare-Fan, da ich mit dem Englisch nicht so viel anfangen kann. Aber die Schauspieler haben das Stück so gut umgesetzt, dass man der Handlung problemlos folgen konnte. Das Bühnenbild war beeindruckend, vor allem in der Schlussszene (Hochzeitsszene) haben sie den Wald mit unterschiedlich großen Reislampen (von Ikea?) dekoriert und somit eine tolle Stimmung kreiert.




Mein Flyer für die Movie Nights in diesem Semester. Ich stelle den Film 'Sophie Scholl' vor




Mein Flyer für unsere Kaffeestunde. Das Bild der Kaffeetafel wurde freundlicherweise bereit gestellt von: Anna van Santen:)



Unglaublich aber wahr, die Columbia University hat ihre eigene Subway-Haltestelle




Eingang zur Columbia






'As you like it'



Das BAM-Theater in Brooklyn. Wir saßen ganz oben und haben im gefühlten 90 Grad Winkel nach unten geschaut. Nichts für Menschen mit Höhenangst.




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