Montag, 7. September 2009

Auf die Plätze - fertig - Unibeginn!

Nachdem das Ende des Semesters nochmal ordentlich von allen Grad Students gefeiert wurde (auf dem Dach der Bibliothek) begann nun am Mittwoch (endlich?) die Uni. Nicht nur die Arbeit im German Department ging nun offiziell los, sondern auch meine eigenen Kurse haben begonnen. Ein normaler Grad Student belegt maximal 4 Kurse im Semester. Da ich ja als "Non-Degree" student hier bin und nebenbei auch noch ein klitze-kleines-bisschen arbeiten muss, belege ich 2 Kurse. Und die haben es in sich. Das ist hier nicht so wie in Deutschland, dass man sich in die Vorlesung setzt, seinen Kaffee trinkt und wieder nach Hause geht (nicht das ich jemals auf diesem Niveau studiert hätte;). Hier in den USA kommt man vorbereitet in den Unterricht. Und das heißt, dass man alle Texte gelesen hat (pro Woche einen Roman oder 2 Fachbücher) und sich dazu noch ausführlich in irgendwelchen "Opinion Papers" geäußert hat. Das Seminar an sich ist i.d. Regel 3 Stunden lang und da die Kurse sehr klein sind (ca. 10 Studis) muss man sich wohl oder übel ab und zu auch mal an der Diskussion beteiligen... Mein einer Kurs ist ein Literaturkurs und heißt: "Hip Hop Street Literature Narratives" (wird von einem super-coolen 60-jährigen Weißen unterrichtet) und mein anderer Kurs heißt: The American Political Behavior" (Professor ist ein gestriegelter Harvard Absolvent, der schon in Hillary Clintons Wahlkampf mitgemischt hat). Zur Zeit hab ich noch ein wenig Bammel vor dem Arbeitsaufwand aber mal schauen wie sich alles entwickelt.
Ansonsten habe ich in der letzten Woche nicht nur in der Uni sondern auch an meinen sozialen Kontakten gearbeitet. Mittwoch bin ich mit den Mädels zu Ikea gefahren und den dort gekauften Schreibtisch in einer halsbrecherischen Aktion in die Bronx zurück transportiert (siehe Foto). Bei jedem Huppel auf der Straße schrieen wir auf und hatten Angst, der Tisch würde aus dem Kofferraum rutschen, denn er war nur mit ein paar billigen Ikea-Schnüren befestigt... Hat aber zum Glück alles geklappt, puuh.
Am Donnerstag Abend gab es eine Willkommensparty für alle im Haus wohnenden Studenten und ich konnte endlich mal sehen, mit wem ich hier so Wand an Wand wohne. Es waren viele echt super nette Leute dabei und wir haben noch bis spät in den Abend gefeiert. Freitag früh bin ich an den Campus nach Manhattan gefahren, habe dort die Deutschkurse besucht um mich vorzustellen und meine erste Sprechstunde abgehalten. Abends bin ich dann mit meiner Mitbewohnerin Kim und 2 Jungs aus dem Haus zum Fußballspiel der Fordham Soccer Women gegangen. Leider haben sie verloren (gegen Syracuse), was für uns aber kein Grund war den Rest des Abends Trübsal zu blasen;)
Den Labor-Day Samstag verbrachte ich (mit 700 Millionen anderen Menschen) in Manhattan und ich sah die Freiheitsstatue zum ersten Mal. Es klingt nach Cliché, aber es war echt beeindruckend, v.a. da wir ungeplanterweise genau zum Sonnenuntergang dort waren.
Den Sonntag habe ich mit den besseren Menschen dieser Welt verbracht. Und zwar bin ich mit Kim (die luxuriöserweise ein Auto besitzt) nach Long Island gefahren und habe dort mit vielen reichen Geschöpfen am Strand gelegen. Sie sahen aber gar nicht so reich aus. Danach waren wir bei ihren Großeltern, die (im Verhältnis zum Rest) ein kleines Häuschen mit Pool in der Nähe der Hamptons besitzen. WIr ließen uns bedienen und beköstigen und fühlten uns pudelwohl:)
Zurück in der Bronx verbringe ich den Labour-Day mit Menschen deren Geldbeutel dem meinen entspricht und lass mir das BBQ draußen im Garten schmecken.




IKEA-Aktion



Blick auf Manhattan










leicht kitschig



Fortbewegungsmittel der Schönen und Reichen




Long Island






Haus und Pool



Mein Roomi Kim



Mit der Kapitalistischen Cola-Dose in der Hand

3 Kommentare:

  1. +gefällt mir+ klick!
    hihi ich les deine berichte gerne und freu mich das du schon viele bekanntschaften geschlossen hast
    :*
    liebste grüsse aus der 'heimat'

    AntwortenLöschen
  2. Na da hast du das Labor Day weekend ja stilecht verbracht! Wir haben die meiste Zeit mit Möbel kaufen und aufbauen verbracht. Haben auch auch ein paar Hot Dogs gegessen und das Feuerwerk angeschaut.

    AntwortenLöschen
  3. ach eva. schön wie du schreibst. ich mag auch deine hintergrundinformationen, erfragst du die vorort? oder hast du 'n neumodernen lonelyplanet zum nachschlagen?!?

    ich bin auf jeden fall schon reichlich beeindruckt und würd am liebsten morgen losfliegen....aber vorfreude is die schönste freude.

    I definitely stay stuned!!
    :)

    AntwortenLöschen